26.01.2020 – Trassenspaziergang A20-NIE!

Für Mensch und Natur. Für Bremervörde und das Klima. Die Planungen für die A 20 einstellen!

Die Küstenautobahn ist ein Produkt der verfehlten Verkehrspolitik des letzten Jahrhunderts. Schon vor 50 Jahren hätten Güter, die über lange Strecken transportiert werden, vor allem auf die Bahn gehört. Bereits 1970 war es unsozial, dass Menschen, die nicht über ein eigenes Auto verfügten, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt waren. Nie ließ sich weg diskutieren, dass die Küstenautobahn die Natur massiv schädigen würde.

Aber nicht nur Gerhard Schröder war ein „Autokanzler“. In der Bundesrepublik regierte und regiert die Autolobby stets mit. So wurde der Zugverkehr zwischen Bremervörde und Zeven eingestellt. Es folgten die Strecken von Bremervörde nach Osterholz-Scharmbeck und von Bremervörde nach Stade.  Busverkehr existiert abgesehen vom Schülerverkehr meist nur als Rumpfangebot. Die Menschen wurden Schritt für Schritt immer abhängiger vom Auto gemacht.

Zum Glück blieb uns wenigstens die heutige EVB-Strecke erhalten. Und erfreulicherweise verbessert sich das Angebot laufend ein wenig. Inzwischen gibt es einen durchgehenden Stundentakt. Zum letzten Fahrplanwechsel wurde Bremervörde Teil des HVV-Gebietes. Zudem wurde ein zusätzlicher Zug eingerichtet, mit dem man abends um 21:38 Uhr von Bremervörde nach Bremerhaven fahren kann. In dieser Richtung muss es weiter gehen. Also: Wiederbelebung der Bahnstrecken von Stade über Bremervörde nach Osterholz und von Bremervörde über Zeven nach Rotenburg. Das Geld nehme man zum Beispiel durch Streichung der A 20. Es wäre mehr als genug.

Wir leben im Jahr 2020. Zwei trockene und heiße Sommer liegen hinter uns. In Australien brennt zur Zeit der Busch. Klimaschutz steht auf der Tagesordnung. Anfänge sind gemacht. Aber mit ihrem „Klimapäckchen“  wird die Bundesregierung der Situation nicht gerecht. Wir brauchen nicht noch eine Asphalt- und Betonpiste. Wir brauchen Moore, Wälder, Wiesen und Äcker. Die verfehlte Verkehrspolitik von vorgestern darf nicht durch den Bau der A 20 in die Zukunft verlängert werden!

Für Bremervörde und sein Umland– wie für viele andere Orte – brächte die A 20 einen Verlust an Lebensqualität. In Bremervörde würde es nicht viel ruhiger, in Elm und an anderen Zufahrtsstraßen käme Lärm dazu. Einige von uns träfe es besonders hart, weil sie ganz nah an der Autobahn wohnen müssten, lange Umwege hinzunehmen hätten oder landwirtschaftlich wichtige Flächen verlören. Wenn uns der Alltag verdorben wird, ist es weniger als ein zweifelhafter Gewinn, einige Ziele mit dem Auto schneller erreichen zu können,

Den Nachteilen durch den Bau der A 20  steht kein überörtliches Allgemeinwohl gegenüber. Vielmehr sind die Beeinträchtigungen und Schäden, die bei uns auftreten würden, Bestandteil eines viel größeren Desasters. Die A 20 ist Ausdruck einer umweltschädlichen und unsozialen Verkehrspolitik, die das Klima trotz besseren Wissens auch künftig weiter schädigen würde.

Es gibt keinen Grund, dieser Politik zuzustimmen.

Infos: trescherking@t-online.de

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BZ zur Fridays for future-Demo in Bremervörde (vom 21.09.2019)

20.09.2019 – Klima-Demo in Bremervörde

Am 20. September wird weltweit für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit gestreikt und demonstriert. Es ist ein Protesttag für alle, nicht nur für Schüler*innen. In Bremervörde beteiligen wir uns zum ersten Mal daran. Kommt alle! Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Seit der Industrialisierung hat sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde um etwa 1°C erhöht. Missernten, Stürme, Waldbrände, Wassermangel und Überschwemmungen sind dramatische Auswirkungen, die weltweit an vielen Orten zu spüren sind. 1°C Erwärmung ist auch deshalb erheblich, weil die Erderwärmung unbedingt unter 1,5°C gehalten werden muss. Ab 1,5°C, so die Einschätzung von Klimaexperten, droht die Erwärmung in einen Prozess einzutreten, der möglicherweise nicht mehr gestoppt werden kann.

Selbst bei uns im ehemals „Nassen Dreieck“ sind wir das zweite Jahr in Folge mit erheblicher Trockenheit konfrontiert. Dürre Bäume, ausgetrocknete Teiche und Bäche, dazu knappes Gras und teilweise schlechtere Ernteerträge sollten uns eine deutliche Warnung sein.

Um die Erderwärmung zu bremsen, sind weltweit umfassende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen notwendig. Ein rasches Ende des Abbaus und der Verbrennung fossiler Rohstoffe steht auf der Tagesordnung. Bäume und Wälder müssen als CO2-Speicher und zum Ausgleich des Kleinklimas erhalten und angepflanzt werden. Moore sind vor Austrocknen und Abbau zu schützen. Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und alle anderen Sektoren sind unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes um zu bauen. Abrüstung und Diplomatie heißen die Gebote der Stunde für den militärischen Bereich.

Möglich ist vieles: So würde ein sofortiger Kohleausstieg den CO2-Ausstoß in Deutschland um ein Viertel senken. Die Verkehrswende kann mit einer Tempobegrenzung von 120 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h auf Landstraßen sofort starten. Mit der Inbetriebnahme von Bahnstrecken wie der zwischen Stade-Bremervörde-Osterholz kann begonnen werden. Ein allgemeiner Autobahnbaustopp macht Mittel für Bahnen, Busse, Fahrrad und zu Fuß gehen frei… u.s.w…u.s.f….

Die zu ergreifenden Maßnahmen sind sozial auszurichten. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die allen Menschen dienen soll und nicht auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden darf.

15.09.2019 – Autokonzerne entmachten – Klima schützen – IAA blockieren!

Sand im Getriebe!

Wir sind ein klima- und verkehrspolitisches Aktionsbündnis. Wir bereiten eine offen angekündigte Blockade der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt vor. Unser Ziel sind autofreie Städte, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr sowie ein massiv ausgebauter und kostenloser Nahverkehr. Der politische Stillstand zwingt uns, die Verkehrswende selbst in die Hand zu nehmen.

Ob Greta, Rezo, der Papst: Alle haben erkannt, dass die drohende Klimakatastrophe nur noch durch sofortige, radikale Maßnahmen abgewendet werden kann. Doch für die Autoindustrie? Gilt weiterhin rücksichtsloser Profit als Maxime. Längst ist sie damit zu einem der gefährlichsten Geisterfahrer auf dem Weg in die klimagerechte Zukunft geworden.

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist ihre Bühne. Dort treffen sich Konzernbosse und Verkehrsminister – und erschaffen gemeinsam ihr glitzerndes Image. Das Klima zahlt die Rechnung ihrer fossilen Statussymbole.

Diese Selbstbeweihräucherung auf Kosten junger Menschen und kommender Generationen darf nicht unbeantwortet bleiben: Statt immer breiterer Autobahnen wollen wir Fahrradwege und Bahntrassen!

Deshalb blockieren wir am 15. September in einer Aktion zivilen Ungehorsams die IAA. Öffentlicher Raum, den Autos sich genommen haben und die Politik für sie verteidigt: Wir erobern ihn zurück!

13.06.2019 Critical Mass in Bremervörde

Wir machen keinen Lärm…

…wir stinken nicht…

…wir verpesten nicht die Luft…

…UND TROTZDEM GEHÖREN DIE STRASSEN AUCH UNS!

Fahr mit – fahr Rad! Am 13.6. gemeinsam mit dem Rad durch Bremervörde. Treffpunkt 17 Uhr auf dem Rathausplatz. >>> www.cmbrv.wordpress.com

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04. März 2019 erneute szenische Lesung zu Rosa Luxemburg

Die szenische Lesung (siehe unten) wird im Foyer der Johann-Heinrich-von-Thünen-Schule (BBS) erneut aufgeführt. 11:40 Uhr bis 13:10 Uhr. Die Aufführung ist öffentlich und der Eintritt frei.

Presseartikel zur szenischen Lesung

Hier Artikel aus dem Bremervörder Anzeiger und der Bremervörder Zeitung zur szenischen Lesung aus den Gefägnisbriefen von Rosa Luxemburg.

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